Im Oktober 1986 zog ein besonderer Jahrgang zur Grundausbildung bei der 3./85 ein. Einige der Rekruten wollte nach dem Abitur noch schnell den Wehrdienst hinter sich bringen, um sich danach dem Studium zu widmen.
Nicht alle absolvierten ihre Grundausbildung in der 3. Batterie. Im Dezember stießen die Haubitzenfahrer zur Batterie. Sie hatten ihre Grundausbildung und die Fahrschulausbildung für den Führerschein Klasse F in Baumholder absolviert.
Zum Ende der Dienstzeit erstellten sie eine kleine Zeitung, den Tapir, in der sie ihre Dienstzeit in lustiger Weise reflektierten. Der Batteriefeldwebel erhielt zum Abschied ein gelb, mit Lebensmittelfarbe angemaltes Ferkel. Es war eine Anspielung auf das Nashorn im Batteriewappen. Es wurde liebevoll „Schweinchen“ genannt. Das Ferkel wuchs bei einem Bauern in der Patengemeinde Drage-Schwinde auf.
Einige Kameraden dieses Jahrgangs hielten unter einander engen Kontakt und trafen sich mehrmals im Jahr. Die Haubitzfahrer, auch manchmal die Bielefeldkonnektion genannt, da einige dort oder in der Nähe wohnten, hielten auch Kontakt zu ihrem alten „Spieß“. Sie besuchten ihn das eine oder andere Mal, wenn es sich ergab.
In dieser Rubrik „Die Tapire“ soll an diesen Jahrgang erinnert werden.
Gedenktafel
Wir trauern um
– Constien, Michael *12.04.1965 †12.10.2015
– Maas, Wolfgang *01.11.1966 †06.09.2016
Tapirtreffen 2014
Die Vorbereitung des Treffens
Irgendwann Anfang 2014 überlegte Anton K., ob man wohl einige ehemalige Kameraden aus seiner Dienstzeit bei der 3. Batterie zu einem Treffen in Lüneburg bewegen konnte. Mit einigen hatte er nach 25 Jahren immer noch Kontakt. Auch seinen alten „Spieß“, Jürgen S. begeisterte er mit seinem Plan. War der eMail-Verteiler am Anfang noch sehr übersichtlich, so kamen schnell weitere Adressen hinzu.
Schließlich kristallisierte sich der 08. November 2014 als Termin für das Treffen in Lüneburg heraus. Es wurde ein Programm für das Treffen aufgestellt und alles vorbereitet. Über den Stand der Vorbereitungen wurde der eMail-Verteiler stets auf dem Laufenden gehalten.
Am 11. Oktober reiste Anton dann nach Lüneburg. Zusammen mit Jürgen besuchte er alle Stationen für das Treffen und sie gaben dem Plan den letzten Schliff.
Das Wiedersehen
Am 08. November 2014 war es dann soweit. Um 11.00 Uhr traf man sich im Kasino TKK am Fuchsweg in Lüneburg. Nicht alle im eMail-Verteiler enthaltenen Ehemaligen der 3./85 fanden Zeit für das Treffen. Aber 21 konnten Anton und Jürgen zu Beginn des Treffens begrüßen. Darunter auch 10 Unteroffiziere und Feldwebel aus der damaligen Dienstzeit. Im Laufe des Nachmittags stießen noch weitere der Ehemaligen zu der Gruppe.
Nach der offiziellen Begrüßung gab es zur Stärkung zunächst eine Erbsensuppe. Jürgen rief wie in seinen alten Zeiten als Spieß „Los kommt ran..“ und er ließ es sich nicht nehmen, die Suppe auszuteilen. Nach dem Essen hatte jeder die Gelegenheit, kurz zu berichteten, wie sein Leben in den letzten 25 Jahre verlaufen ist.

Im Anschluss an das Essen wurden die Traditionsräume in der Theodor-Körner-Kaserne besucht. Bei Durchsicht der einzelnen Fotoalben und anderen Artefakten wurden Erinnerungen an die Wehrdienstzeit in Lüneburg wach. Es gab viel zu entdecken und es wurden die Geschichten hinter den Fotos erzählt.
Nachdem die Traditionsräume inspiziert waren, versammelte man sich am Gedenkstein des Panzerartilleriebataillons zu einem weitern Gruppenfoto. Auf dem Weg zur Wache wurde auch am reetgedeckten Schild der 3. Batterie, das früher vor Block 4 in der Scharnhorstkaserne stand, ein Fotostop eingelegt.
In der alten Scharnhorstkaserne…
Die nächste Etappe auf der Reise in die Vergangenheit führte uns zur Leuphana Universität, der ehemaligen Scharnhorstkaserne. Hier konnte sowohl der Block 5, in dem die 3. Batterie zunächst zusammen mit dem Bataillonsstab untergebracht war, als auch der Block 4, in den die Batterie nach Auflösung der 4. Batterie umgezogen ist, besichtigt werden.
Schnell kamen Diskussionen darüber auf, wo die Wasch- und Duschräume früher waren, wo die Waffenkammer, das Geschäftszimmer, der Mannschaftsraum und der Unteroffiziersraum früher zu finden waren.
Manches war neu aber vieles auch noch in dem Zustand, wie es früher gewesen war. Die alten Fußbodenfliesen sind allen aufgefallen. Zum Ende der Besichtigung ließ Jürgen noch einmal den Spieß raushängen und die Batterie antreten. Auch das hatten alle noch nicht verlernt.
Der Ausklang in der Krone
Der Ausklang des Treffens fand in der Krone statt. Die letzten Nachzügler stießen hier zu der Gruppe. Schlussendlich nahmen knapp 30 Personen am Treffen statt.
Bei Essen und kühlen Getränken wurden noch lange Geschichten aus der Vergangenheit ausgetauscht. Alle waren sich einig, dass das Treffen ein voller Erfolg sei und alle 5 Jahre jeweils am 2. Samstag im November in Lüneburg durchgeführt werden soll. Noch einmal ein herzlichen Dank an Anton für die Planung und Vorbereitung des Treffens.