Die Wappen des Panzerartilleriebataillons 85

Ursprüngliches Wappen

Das ursprüngliche Wappen des Panzerartilleriebataillons 85 enthielt im oberen Teil die Zinnen einer Stadtmauer mit drei Türmen. Diese wurde einem der vielen Stadtwappen der Hansestadt Lüneburg nachempfunden und gab einen Hinweis auf den Standort des Bataillons.

Im unteren Teil des Wappens wurden zwei gekreuzte Artillerierohre mit darüber gelegt0er Panzerkette sowie die Zahl 85 dargestellt. Die Grundfarbe des Wappens war rot.

Neues Wappen

Seit dem 01. Januar 1979 führte das Panzerartilleriebataillon 85 ein neues Wappen. Entworfen wurde es von Frau Meyn, der Frau des damaligen Bataillonskommandeurs und Frau Dr. Reinhardt, der ehemaligen Leiterin des Lüneburger Stadtarchives.

Das Wappen ist zweigeteilt. In der Linken Hälfte werden zwei gekreuzte goldene Geschützrohre auf rotem Grund dargestellt. Die gleichen Rohre zieren auch das Emblem des Baretts der Artillerietruppe. In der rechten Hälfte wird ein stehender blauer Löwe auf goldenem Grund dargestellt. Er wird von 9 roten Herzen umgeben. Dieser Löwe ist auch im Wappen der Hansestadt Lüneburg zu finden und stellt einen Bezug zum Standort dar und ist historisch begründet.

Das Wappen der Könige von Dänemark ziert drei blaue Löwen umgeben von roten Herzen auf goldenem Grund. Durch die Heirat Wilhelms, dem jüngsten Sohn Heinrich des Löwen, mit Helene, Tochter des dänischen Königs Waldemar I. im Jahre 1202, kam einer der blauen Löwen mit den rote Herzen und goldenem Grund in das Wappen des Welfenhauses.

Nach 1267 setzte sich der blaue Löwe auch als Sonderwappen des Fürstentums Lüneburg durch. Die Stadt Lüneburg übernahm ihn später in das eigene Stadtwappen und in das Siegelbild. Zu finden ist er im Wappen unter dem Torbogen der Stadtmauer.

Die Batteriewappen der 85er

Nicht nur das Bataillon trug ein Wappen. Auch jede einzelne Batterie verfügte über ein eigenes Batteriewappen. Die Batterien gestalteten das Bataillonswappen ein wenig um, indem sie im unteren Teil eine eigene Komponente einfügten. Einzig die 3. Batterie gab sich ein eigenes unabhängiges Wappen.

Das Wappen der 1./PzArtBtl 85

1. Batterie

Die 1. Batterie fügte im unteren Teil ein weißes Wagenrad auf blauem Grund ein. Das Rad ist in vielen Wappen der Transport- und Logistiktruppe zu finden und gibt auch hier einen Hinweis auf die Aufgabe der 1. Batterie.

Wappen 2./85

2. Batterie

Die 2. Batterie hat sich den Bison als Wappentier ausgesucht. Er wurde ebenfalls untem im Bataillonswappen auf blauem Grund eingefügt. Der Bison soll Stärke symbolisieren. Er zierte ebenfalls die Geschütztürme der Haubitzen der 2. Batterie

Das Wappen der 3./PzArtBtl 85

3. Batterie

Die 3. Batterie hat ein eigenes Batteriewappen entworfen, das nicht auf dem Bataillonswappen aufbaut. Das Wappen trägt im oberen Teil den Schriftzug 3./PzArtBtl 85. Das Wappen hat einen kaminroten Grund auf dem ein gelbes springendes Nashorn abgebildet ist. Darunter eine Schleife mit dem Schriftzug „Lüneburg“

Das Gelbe Nashorn war auch an den vorderen Seiten der Haubitzen wiederzufinden.

Die Untroffiziersvereinigung der 3. Batterie hatte ein etwas abgewandeltes Wappen. Hier wurde der Schriftzug „3./PzArtBtl 85“ durch „Uffz-Vereinigung“ ersetzt.

Das Wappen der 4./PzArtBtl 85

4. Batterie

Die 4. Batterie hat im unteren blauen Feld symbolisch Pfeil und Bogen eingefügt, wobei der Pfeil durch ein Artilleriegeschoss dargestellt wird.